„Positive Begegnungen 2006 – Konferenz zum Leben mit HIV/Aids“

24. – 27. August 2006 im Hotel Ramada-Treff, Leipzig

 

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Besucherinnen und Besucher,

im August wird in Leipzig die Veranstaltung „Positive Begegnungen 2006 – Konferenz zum Leben mit HIV/Aids“ stattfinden, zu der wir Sie und euch informieren und zum Mitmachen einladen wollen.

 

Neuer Name – neues Konzept

Ein neuer Name für ein weiterentwickeltes Veranstaltungskonzept: Bereits die Bundespositivenversammlung 2004 in Kassel hatte durch die gemeinsame Programmgestaltung mit der Bundesversammlung der An- und Zugehörigen sowie durch andere Neuerungen wie z.B. die „Open Spaces“ [1], ein verändertes Gesicht. Die Themen wurden zumeist gruppenübergreifend und aus mehreren Perspektiven bearbeitet. Als Weiterentwicklung und Folgeveranstaltung werden wir 2006 zum ersten Mal die „Positiven Begegnungen – Konferenz zum Leben mit HIV/Aids“ [2] durchführen.

Mit diesem neuen Titel wollen wir verstärkt die Aspekte von Kommunikation und Interaktion in den Mittelpunkt der Konferenz stellen. Der Untertitel „Konferenz zum Leben mit HIV/Aids“ bezieht sich auf die Veranstaltungsstruktur und bringt die Gleichwertigkeit unserer Veranstaltung mit anderen Konferenzen im HIV-Bereich zum Ausdruck. Im Gegensatz zu diesen Konferenzen, bei denen in der Regel über Menschen mit HIV/Aids (und ihres soziales Umfeldes) gesprochen wird, sind wir bei unserer Konferenz die eigentlichen Expertinnen und Experten in Sachen „Leben mit HIV/Aids“.

Mit Gästen aus Medizin, Sozialwissenschaft, Politik und anderen Bereichen wollen wir unsere Themen diskutieren und reflektieren. Ziel ist es, miteinander gemeinsame Standpunkte zu entwickeln. Gerade die gemeinsame Standortbestimmung und die zukunftsgerichtete Ausrichtung der Selbsthilfelandschaft in Deutschland sollen noch stärker als bisher im Mittelpunkt stehen. Die sich verändernden sozial- und gesellschaftspolitischen Bedingungen für und Haltungen gegenüber Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen, eingeschränkter Leistungsfähigkeit, die schwindende Solidarität und die zunehmend begrenzten Möglichkeiten, als Behinderter/chronisch Kranker am sozialen Leben teilzuhaben, erfordern eine klare Haltung der Selbsthilfebewegung.

Wir müssen unsere Interessen bündeln und gemeinsam artikulieren, um diesen Veränderungen entgegenwirken zu können. Dies kann aus unserer Sicht am besten gelingen, wenn wir über Einzelinteressen hinausblicken und mit (möglichen) Bündnispartnern zusammen Positionen erarbeiten und abstimmen. „Positive Begegnungen 2006“ soll auch hierfür ein Forum bieten.


Die Konferenzstruktur

Die Mittags- und Abendsplena sind die Momente, bei denen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich begegnen können. Das Mittagsplenum soll ein zentrales Thema zum Gegenstand haben, das auch mit Gästen von außen diskutiert werden soll. Das Abendplenum wird das Geschehen des jeweiligen Tages aufgreifen und über wichtige Themen und Stimmungen informieren.

Wir planen bislang mit deutlich weniger Workshop-Einheiten als auf früheren Veranstaltungen. Diese werden dafür länger dauern und damit mehr in die Tiefe gehende Diskussionen erlauben. Die Workshops am Vormittag werden unter dem Oberthema „Begegnungen“ stehen, wobei wir darunter mehr verstehen als den klassischen Erfahrungsaustausch: Die eigene Perspektive soll mit anderen zusammentreffen, Fragestellungen unterschiedlich betrachtet werden und gemeinsame Forderungen an Gesellschaft und Politik sowie an uns selbst herausgearbeitet werden. Die Workshops am Nachmittag sind „Standortbestimmungen“. Sie nehmen Bezug auf die „Begegnungen“ und werden ausloten, welche konkreten Konsequenzen und Möglichkeiten der gemeinsamen Umsetzung es gibt. Die Anzahl der „Open-Spaces“, d.h. der von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern frei zu besetzenden Themen-Einheiten, die aufgrund von aktuellen Diskussionen während der Konferenz angesetzt werden, soll erhöht werden.

Reine Informationsveranstaltungen mit Basis-Wissensvermittlung (z.B. zu sozialrechtlichen oder medizinischen Fragen) wird es nur noch wenige geben. Dafür gibt es vielerorts Angebote der regionalen Aidshilfen und anderer Beratungsstellen sowie die bundesweiten oder landesweiten Positiventreffen, die dafür genutzt werden können.

 

Anmeldung und Einbringen von Themen

Wir haben das Anmeldeformular zum Ziele einer besseren Konferenzplanung verfeinert: Neben den üblichen Angaben zu Alter, Geschlecht, Wohnort usw. wird diesmal auch nach den Interessensschwerpunkten, der Einbindung in Selbsthilfestrukturen und der Rückkopplung der Konferenzergebnisse an andere abgefragt.

Besonders wichtig ist uns die Abfrage von Themen, die Euch unter den Nägeln brennen und vielleicht für eine „Open-Space“-Veranstaltung geeignet sind. Hierzu haben wir (weiter unten) eine kleines Schema entwickelt. Wir freuen uns über viele Vorschläge!

Die gesammelten Informationen werden es uns ermöglichen, eine ausgewogene Zusammensetzung der Teilnehmer/innen vorzunehmen und das Programm noch besser auf das Ziel der Konferenz und die Themenwünsche der Teilnehmer/innen abzustimmen.

Die Vorbereitungen haben gerade begonnen. Die Programmplanung steht noch am Anfang. Deshalb brauchen wir JETZT Eure Themenvorschläge, um sie ins Programm einzubauen. Bis 15. März 2006 bitten wir Euch, in Euren Gruppen und Netzwerken über zentrale Themen, die wir bei „Positive Begegnungen 2006“ diskutieren wollen, zu beraten und uns mitzuteilen.

Wir freuen uns auf Eure Vorschläge – auch per Mail oder über das Internet unter www.hivcommunity.net/pobe2006 – und grüßen Euch herzlich!

Eure Vorbereitungsgruppe „Positive Begegnungen 2006“

 

Als Orientierung für Themenvorschläge für die „Open Spaces“, können das folgende Schema und die folgenden Themenfelder gelten:

Schema zum Einreichen von Vorschlägen für die „Open-Spaces“

  • Thema:
  • Ziel:
  • Problembeschreibung:
  • Diskussionspunkte:
  • Erwünschtes Ergebnis:
  • Benötigte Zeit:
  • Moderation gewünscht: JA oder NEIN

 

Mögliche Themenfelder

  • Selbsthilfe / Selbstvertretung / Aktivismus
  • Gesellschaft & Politik
  • Sexualität
  • Selbstbestimmtes Leben
  • Prävention
  • Drogen
  • Medizin
  • Recht
  • Leben mit Behinderung / chronischer Erkrankung
  • Emanzipation / Empowerment
  • Gesellschaftliche Teilhabe
  • Ausgrenzung/Diskriminierung

[1] Open Spaces = frei, thematisch nicht verplante Veranstaltungen. Einerseits sollen diese freien Blöcke mit Themen gefüllt werden, die von den Teilnehmern benannt werden, andererseits aber auch die Möglichkeit bieten, Themen, die erst auf den Positiven Begegnungen entstehen, zu bearbeiten bzw. zu vertiefen und weiterzubearbeiten

[2] Einigen wird der Name aus dem Jahr 2001 noch bekannt sein, so hieß damals die Veranstaltung, die parallel zum 8. Deutschen AIDS-Kongress in Berlin stattfand.

Dateien:
Programmheft PoBe 2006 Beliebt

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11.03.2012
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