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Protokoll Telefonkonferenz CB/Vernazza

 

Wer:

Michèle Meyer (MM),

Wiltrut Stefanek (WS),

Bernd Vielhaber (BV),

Pietro Vernazza (PV),

Doris Hoevel (DH)

Wann:

Freitag, der 9. Mai 2008, 11.00 – 12.00 Uhr

Was:

1. Stand der Dinge / Klärung der Missverständnisse

2. CB-Budget

3. Scholarship

 

Bernd Vielhaber (BV) erklärt noch einmal die Gründe, die ihn dazu bewogen haben, die Rücktritts-Mail zu schreiben.

Pietro Vernazza (PV) erklärt, wie die kolportierten Zahlen zu verstehen sind:

In Frankfurt hat es etwa 800 volle Kongressregistrierungen gegeben. Dazu sind etwa 200 eingeladene Vortragende gekommen, plus eine nicht näher spezifizierte Zahl an Pressevertretern, Scholarships und Begleitpersonen. So kämen dann solche Zahlen wie 1.500 zustande. Diese Art zu zählen findet er allerdings nicht zielführend.

Insofern ist die kolportierte Zahl von 800 keineswegs eine Reduktion der TN-Zahl.

In St. Gallen selbst könnten bestenfalls 800 bis 1.000 Hotelbetten zur Verfügung gestellt werden. Unterbringungen um „Umland“ sind also kaum vermeidbar.

Ferner weist PV darauf hin, dass sich – zählt man die Anwesenden in den parallelen Sitzungen zusammen, kaum mehr als 800 Personen zeitgleich anwesend waren. Ihm ist allerdings sehr daran gelegen, dass auf dem Kongress auch gearbeitet wird.

Seiner Überzeugung nach ist die Fort- und Weiterbildung (Ärzte und Health Care Professionals) das zentrale Ziel des Kongresses.

Er stellt dar, wie der derzeitige Stand ist:

  • Es wird nur zwei Parallelveranstaltungen geben.
  • Es werden – anders als in der Vergangenheit – pro Vortrag mehr als 10 Minuten zur Verfügung stehen und hinreichend Zeit für eine Diskussion bleiben.
    • Es wird insgesamt nur drei Industriesymposien geben – also eins pro Tag. Die Firmen teilen sich zu dritt die pro Symposium zur Verfügung stehenden 90 Minuten – also drei Firmen pro Symposium.
    • Sollten darüber hinaus (im Rahmen des Kongresses bzw. der Vorbereitung) interessante Vorschläge für kleine Sessions gemacht werden, werden Räume für diese Sessions zur Verfügung stehen.
    • Für PV steht die Qualität des Kongresses an erster Stelle.

Das CB ist sehr einverstanden damit.

Allerdings bemängelt das CB die (öffentliche) Kommunikation über die Fortschritte / Planung. PV erklärt, dass eigentlich schon Anfang März ein Update auf die Konferenzwebsite gestellt hätte werden sollen. Dies solle nun nach Pfingsten schnellstmöglich nachgeholt werden. Zukünftig soll die Kommunikation verbessert werden. Verteiler: bisherige Kongressteilnehmer, Deutsche und Österreichische AIDS Gesellschaft, AIDS-Hilfen. Es soll zu einem regelmäßigen Newsletterversand kommen.

Es wird erneut die Frage nach der Kongresssprache diskutiert.

Die Teilnahme der Swiss-Kohorte ist konstituierendes Merkmal des SÖDAK. Die Kohorte wurde angefragt, ob nur die deutschsprachige oder die gesamte Kohorte eingebunden sein will. Da die Kohorte insgesamt dabei sein will, muss es schon aus diesem Grund genügend englischsprachige Sessions geben, unabhängig von den eingeladenen englischsprachigen ReferentInnen, denen gegenüber es „unfair“ ist, wenn sie nichts vom Kongress mitbekommen (können). Darüber hinaus macht das auch unter dem Aspekt wenig Sinn, als so die Expertise der englischsprachigen ReferentInnen nicht eingebunden werden kann.

PV sieht das Problem mit einem englischsprachigen Track – wie noch im November angedacht. Bei nur zwei Tracks ist das zu viel. Konkret lässt sich das aber erst diskutieren und entscheiden, wenn die Programmplanung weiter fortgeschritten ist.

Eventuell wird der Kongress nur an zwei Tagen je einen englischen Slot anbieten.

Seitens PV gibt es kein Problem mit der Interessenvertretung von Menschen mit HIV/AIDS im Rahmen des Kongresses – ganz im Gegenteil.

Das Problem besteht einerseits in insgesamt der knappen Ressource Geld. Hier muss natürlich abgewogen werden, welche Leistung der Kongress zu welchem Preis kauft.

Andererseits besteht aus Sicht des CB das Problem deshalb, weil PV den IST-Stand aus Frankfurt mit der Budget-Planung (dem SOLL) verglichen hat und dann zu der Einschätzung gekommen ist, in St. Gallen würde das CB doppelt so viel kosten, wie in Frankfurt.

PV fragt mehrfach nach, wieso es überhaupt Treffen geben muss.

Das CB versucht, ihm eine nachvollziehbare Antwort zu geben.

Der SÖDAK soll es ein tri-nationaler Kongress sein. Die Bedingungen in den beteiligten drei Ländern sind aber – jenseits der kulturellen Unterschiede – sehr unterschiedlich. Das CB muss und will diese Unterschiede aber berücksichtigen, genauso, wie es den kulturellen Unterschieden Rechnung tragen will und muss. Daraus ergibt sich zwangsläufig die Notwendigkeit, sich zu treffen. Über Telefonkonferenzen lassen sich solche Unterschiede nicht sinnvoll wahrnehmen und bearbeiten.

PV wendet ein, dass es bislang nicht Aufgabe des Kongresses war, eine internationale Vernetzung der Positivencommunity zu fördern, er könne sich aber durchaus vorstellen, dass mit zu einer Funktion des Kongresses zu machen.

Das war zwar nun nicht das, was das CB gemeint hat, ist aber eine überlegenswerte Perspektive.

Anhand von Beispielen von den vergangenen Kongressen, versucht das CB PV erneut darzustellen, was es für den Kongress leistet. Die Community-Foren werden diskutiert, ebenso wie die in Hamburg vom CB veranstaltete Session Vernachlässigte Fachgebiete. Ebenso wie Community-Chairs bzw. Podien/Diskussionsteilnehmer aus der Positivencommunity diskutiert werden.

Das scheint für PV besser verstehbar zu sein, als die diesbezügliche Kommunikation der Vergangenheit.

Aus PV Sicht kauft der Kongress vom CB eine Leistung. Das könnte etwa die Ausrichtung von 2 – 3 Sessions ein, die Bereitschaft, sich als HIV-positiver Diskussionspartner für spezifische Themen im Rahmen des Kongresses zur Verfügung zu stellen (oder solche zu benennen) und die schon im November diskutierte „Bodenhaftung“ (Reality-Check) sein.

Für kreative Arbeit sieht es zweifelsfrei die Notwendigkeit, sich zu treffen. Administrative Dinge müssen anders laufen.

Und dafür sieht PV nach wie vor nur ein Treffen für sinnvoll an.

Das CB sichert zu, die Kalkulation anzupassen --> Reduktion der Zahl der Treffen und Anpassung der Planung an die aktuelle Zahl der CB-Mitglieder.

Ein letzter Punkt ist das Scholarship. Hier deckt sich in weiten Teilen die Wahrnehmung von PV (aus Frankfurt) mit der Einschätzung von WS und BV. Da es aber bislang in der Schweiz keine Erfahrungen mit einem solchen Programm gibt, muss das CB sich erst zusammensetzen und das untereinander ausdiskutieren, bevor dazu was konkreteres gesagt werden kann. Ziel des Scholarships soll aber der Informationstransfer in die Positivencommunity sein.

Als nächster Schritt – neben der Neuberechnung des Budgets – muss das CB seine Leistungen definieren und gut argumentieren, warum es dazu die geplante Zahl der Treffen braucht.


Dateien:
life+-Magazin - Dokumentation der BPV 2002 Beliebt

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16.03.2012
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